Interkulturelle Seminare

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Interkulturelle Kompetenz in psychosozialen Berufen

ein offenes Seminarangebot

Freitag, 13.2.2015, 17-20 Uhr und Samstag, 14.2.2015, 10-17 Uhr

Anmeldung noch bis spätestens 30.1.15 möglich  zur Anmeldung

 

Interkulturelle Kompetenz in psychosozialen Berufen

Das Seminar richtet sich an Fachkolleginnen und Fachkollegen, die im psychosozialen Bereich mit Fragen der interkulturellen Öffnung beschäftigt sind. Dabei werden Grundlagen der interkulturellen Arbeit vermittelt, so dass die strukturellen wie personellen Barrieren des Zugangs zu Ihren psychosozialen Angeboten verstehbar und überwindbar werden. 

 

Im einzelnen beschäftigen wir uns in dem Seminar mit den Sozialisationsbedingungen und den Kulturstandards, die in unterschiedlichen Kulturen ganz verschiedene Formen des Miteinanders und des sozialen Gestaltens mit sich bringen. So finden sich in kollektivistisch geprägten Gesellschaftsformen manchmal ganz andere Probleme, aber auch Lösungen, als in Gesellschaften, die individualistisch geprägt sind. Und Werte wie "Respekt" und "Freundlichkeit", die eigentlich universal gültig sind, finden in unterschiedlichen Kulturen vollkommen andere Ausgestaltungen. Und das fängt beim ersten Kontakt, bei der Begrüßung, an.

 

Das Seminar ist als gemeinsames Herausfinden, Ausprobieren und Nachvollziehen gestaltet - Methodenvielfalt und das Arbeiten mit einem bikulturellen Trainer-Tandem sorgen für erfahrungsorientierte Lernbedingungen. Die Vermittlung kulturwissenschaftlicher Grundlagen sowie das Vermitteln von weiterführender Literatur haben ebenso ihren Platz. Fortbildungspunkte sind bei der Psychotherapeutenkammer Berlin beantragt.

 

Es handelt sich um ein Grundlagen-Seminar, das das Kennenlernen und erfolgreiche Gestalten interkultureller Arbeit möglich macht. Weiterführendes Arbeiten in Seminaren oder individuellen Beratungen ist darauf aufbauend (s. unten) auch in Ihren Einrichtungen oder in Supervisionsgruppen möglich.

 

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 16 Personen (Mindestteilnehmerzahl 5 Personen). Bei Anmeldung bis zum 18.Dezember 2014 beträgt die Teilnahmegebühr € 144,--.  Die Anmeldung ist möglich bis spätestens 30.1.2015, dann für €160,--. Bitte überweisen Sie den Betrag auf das Konto Daniela Mirza-Beg und Masud Mirza, IBAN DE23 1204 0000 0110 6012 00, Sie erhalten dann umgehend die Anmeldebestätigung. zur Anmeldung

Kulturallgemeine Trainings

Seminar für Interkulturelle Kommunikation I

  • für gemischte Teams unterschiedlicher kultureller Herkunft
  • für Träger, die im interkulturellen/ Migrationskontext tätig sind
  • für kulturübergreifende Teambildungen
  • für Einsteiger und Einsteigerinnen, die einen guten Überblick bekommen möchten
  • für Ausreisende, die mit unterschiedlichen Kulturen arbeiten werden


KlientInnen, KollegInnen oder Teammitglieder aus anderen Kulturen handeln häufig nach gänzlich anderen Standards, als wir es gewohnt sind. Wir können ihre Beweggründe, sich auf die von ihnen gewählte Weise zu verhalten, so gar nicht nachvollziehen. Sie haben ein anderes Orientierungssystem als wir. Beide Systeme – unseres und ihres – sind durch ganz unterschiedliche Werte, Regeln und Normen gekennzeichnet. Während man "bei sich zu Hause"  nicht darüber nachdenken muss, wie das soziale und kollegiale Miteinander funktioniert, ist es für Eingewanderte oder Besucher so gar nicht selbstverständlich, die deutschen Kulturstandards zu übernehmen. Was ist hier eigentlich "Standard" - beim Begrüßen ein Shake-hands? Freundlicher Small-talk über das Wetter? PÜnktlichkeit? Wann sind wir irritiert vom Verhalten des anderen, wie beeinflusst diese Irritation das weitere Miteinander? Können wir das eigene "Befremden" reflektieren und es überwinden? Wollen wir das überhaupt? Und was ist mit dem Gegenüber? Was denkt der von uns?

 

Im Ausland verstehen wir andererseits oft gar nicht, wie es in unserem bi- oder multi-nationalen Projekt oder an unserem neuen Einsatzort zu verspäteten Lieferungen kommt oder warum lokale Mitarbeiter des Partnerlandes sich vom deutschen Vorgesetzten nicht führen lassen wollen. Warum laufen Projekte nicht so weiter, wie wir sie schriftlich vereinbart haben? Wie wählen wir IT-Spezialisten für unser deutsches Unternehmen aus, wenn wir deren Bewerbungsunterlagen nicht adäquat interpretieren können? Woran erkennen wir, dass das vorliegende Problem interkulturell bedingt ist?

Welche Möglichkeiten der Mitarbeiterführung, des Konfliktmanagements, der Personalentwicklung, der Kundenorientierung haben wir dort, wo die uns bekannten und vertrauten Regeln der Kommunikation keine Gültigkeit mehr haben?
Wie nehmen wir weiterhin Einfluss und gestalten die Kontakte zu internationalen Partnern kompetent und erfolgreich?
Was heißt in diesem Zusammenhang interkulturelle Kompetenz?

Jede Kultur hat ihre eigenen Standards. Sie unterscheiden sich messbar in den folgenden Merkmalen:

  • Hierarchieverständnis
  • Nähe-Distanz-Regulation
  • Ambiguitätstoleranz
  • Streben nach sozialer Harmonie
  • Tendenz, das Gesicht zu wahren
  • Kollektivismus versus Individualismus
  • Beziehungs- versus Sachorientierung


In unseren zwei- bis viertägigen Seminaren lernen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen:

  • sich selbst mit den eigenen Kulturstandards wahrzunehmen
  • die eigene und die fremden Kulturen und ihre jeweiligen Standards zu kontrastieren
  • Gemeinsames und Unterschiedliches im interkulturellen Raum wahrzunehmen, zu bewerten, zu empfinden - Kultursensibilisierung
  • sich selbst und den anderen in der Verschiedenheit und Gemeinsamkeit anzuerkennen, zu würdigen, zu respektieren
  • das Ergebnis in kompetentes und kultursensitives Handeln umzusetzen.

 

Dabei

  • finden wechselseitige Anpassungsprozesse statt,
  • wächst die Toleranz gegenüber Unvereinbarkeiten und
  • es entwickeln sich synergetische Formen des Zusammenlebens und der Weltorientierung.

                   Die Fähigkeit interkulturellen Handelns nimmt zu.


Die Seminare finden in Gruppen bis 16 Personen statt. Sie werden für einzelne Arbeitsschritte immer wieder in kleine Gruppen aufgeteilt. Bei Bedarf kommt Videotechnik zum Einsatz, es wird handlungs- und praxisorientiert gearbeitet und Theorie kompakt und multimodal vermittelt. Seminarunterlagen werden zum Seminarende ausgehändigt. Die längeren Seminare geben vertiefenden Einblick in die Materie und eignen sich daneben zur erweiterten Selbsterfahrung und zum vertieften Arbeiten mit und Ausbau von eigenen individuellen Ressourcen. Wir empfehlen diese Seminarform für diejenigen, die am Einsatzort speziellen psychischen Belastungen ausgesetzt sein werden, z.B. in Krisengebieten oder in Situationen des strukturellen Aufbaus. In Ausnahmefällen kann unter bestimmten Voraussetzungen eines intensiven vorbereitenden Selbststudiums ein eintägiges Seminarangebot gemacht werden.

 

Kulturspezifische Trainings

Seminar für Interkulturelle Kommunikation II

  • zur Erleichterung oder Implementierung deutsch-asiatischer oder deutsch-arabischer Zusammenarbeit
  • zur Vorbereitung auf den eigenen Auslandseinsatz in asiatischen oder orientalischen Ländern
  • zum kulturspezifischen Vertiefen der interkulturellen Kompetenzen des ersten Seminars
  • für Führungskräfte in arabischen oder asiatischen Ländern

 

Die Arbeit mit Klientinnen und Klienten mit Migrationshintergrund, die Zusammenarbeit mit der chinesischen Partnerfirma, der Aufbau einer deutschen Universität in Pakistan oder die Bewerber“sprache“ Ihrer zukünftigen Mitarbeiter interpretieren – welches Projekt auch immer Sie begleiten oder übernehmen – Sie benötigen Kenntnisse über und möglichst Erfahrungen mit der anderen Kultur. In unseren Seminaren werden Sie vom bikulturellen Trainerteam mit Kultur-kontrastierenden und -charakterisierenden Situationen vertraut gemacht, in denen Sie sich zurechtfinden und die fremden Kulturstandards erkennen und verstehen lernen werden. Konkrete Themen der kulturspezifischen Trainings sind:

  • Kennenlernen länderspezifischer Kulturstandards
  • Kontrastieren vertrauter und fremder Kommunikationsregeln
  • Kontakt- und Beziehungsaufbau und Selbstpräsentation
  • Personalführung
  • Mitarbeitermotivation
  • Konfliktmanagement
  • Hierarchieverständnis und Teamarbeit
  • Die Rolle der Frau in den asiatischen und arabischen Ländern
  • Religionen und andere Einflüsse
  • Bewältigung des Kulturschocks


Bei der Konzeption unseres Seminars berücksichtigen wir die oben genannten Themengruppen und orientieren uns am individuellen Bedarf, am Kenntnisstand sowie an den Aufgaben der TeilnehmerInnen in ihren jeweiligen Projekten.

Die Seminare sind zwei- bis viertägig konzipiert. Die Arbeit findet in Gruppen bis 16 Personen statt und wird für einzelne Arbeitsschritte immer wieder in kleinen Gruppen vor- oder nachbereitet. Bei Bedarf kommt Videotechnik zum Einsatz, es wird handlungs- und praxisorientiert gearbeitet und Theorie kompakt und multimodal vermittelt. Seminarunterlagen werden zum Seminarende ausgehändigt. Die längeren Seminare geben vertiefenden Einblick in die Materie und eignen sich daneben zur erweiterten Selbsterfahrung und zum vertieften Arbeiten mit und Ausbau von eigenen individuellen Ressourcen. Wir empfehlen diese Seminarform für diejenigen, die am Einsatzort speziellen psychischen Belastungen ausgesetzt sein werden, z.B. in Krisengebieten oder in Situationen des strukturellen Aufbaus. In Ausnahmefällen kann unter bestimmten Voraussetzungen eines intensiven vorbereitenden Selbststudiums ein eintägiges Seminarangebot gemacht werden.

 

Optimal knüpft ein Coaching an das Seminar an, dafür stehen wir am darauffolgenden Tag oder zu gesonderten Terminen zur Verfügung.

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